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(German) Die wundersame Welt von Wakfu

By FREESSO - MEMBER - April 20, 2016, 18:09:17
Prolog


Eines Tages erschütterte ein Oger die Geschicke der Welt der Zwölf. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, die Dofus zu finden. Und wenn sich ein Oger etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es auch durch bis zum bitteren Ende. Mit viel Schweiß, Blut und Mut kämpfte er sich den Weg bis zu den Wächtern der Dofus frei…
Ogrest war sein Name, und er wurde rasch von allen gefürchtet. Die Legenden um seine kriegerischen Glanzleistungen eilten ihm voraus. Er schaffte es, die sechs Dofus zu vereinen.
Wer hätte je erahnen können, das Ogrest diese Heldentat einzig aus… Liebe vollbracht hat? Seine Fäuste schlugen zwar fest zu, um die Dofus zu erringen, doch sein Herz schlug ebenso fest für die schöne Dathura.
Dathura. Eine der zehn von Sadida erschaffenen Puppen, die die Elementardrachen von Anbeginn der Zeit verführen sollen… Ogrest hauchte wieder Leben in sie ein und sie verliebte sich in ihn.
Niemand weiß, was genau geschah, aber es heißt, dass es Ogrest das Herz brach, als Dathura in die Tiefe stürzte…
Seine Wut und Trauer wurden durch die unglaubliche Machtder sechs Dofus extrem verstärkt, was zur Folge hatte, dass die Welt der Zwölfvon einer gewaltigen Sintflut überrollt wurde.
Ogrest Tränen überschwemmten die Welt… Der Meeresspiegelstieg und die stolzen Städte der Welt der Zwölf wurden für immer von dem Flutenverschlungen…
Heute ragen einige Inselgruppen aus dem Wasser hervor.Diese Archipele sind nun wieder bevölkert und zwar von den Anhängern der Zwölf.
Die Götter waren der Sintflut gegenüber machtlos undkonnten die Zerstörung der Welt der Zwölf nicht verhindern. Sie sahen auf das,was von der Welt übrig war, und jeder von ihnen verlieh der Welt eine Gabe…
Der Gott Enutrof erschuf die Wandertasche, eine magische Tasche, dessen Dimensionen bis ins Unendliche variieren können. Das Innere einer Wandertasche ist so weitläufig, dass manche sogar ihre Behausung darin wählen.
„Dies wird den Tausch und Handel erleichtern undgestattet es, den verlorenen Wohlstand von einst wiederzufinden“, sagte der Gott Enutrof.
Der Gott Osamodas bevölkerte die Welt mit Hilfe seinerdrei Drachen mit pelzigen, gefiederten und schuppigen Kreaturen…
„Es soll Tiere geben, die grasen, in den Himmel fliegenund im Ozean schwimmen.“, sagte Osamodas.
„Und die Anhänger der Zwölf werden über sie wachen. Dennwenn diese Welt erblühen soll, dann soll es meinen Kreaturen wohl ergehen…“
Der Gott Sadida bemerkte:
„Wohlstand bedeutet auch Überfluss. Ich schenke meine Bäume, Blumen, meine Saaten, damit die Welt der Zwölf erneut grünt und blüht.“
Und Sadida sang, aber unter der Maske verzog er dasGesicht. Er dachte an seine Söhne, die Bäume. Einst fielen sie unter denAxthieben gieriger Holzfäller, die die Bäume schneller fällten, als Sadida sie wachsenlassen konnte…
Früher war das Gleichgewicht der Natur unterbrochen.
Die Anhänger der Zwölf bekamen also eine neue Chance. Obsie sie ergreifen würden?
Die anderen Götter folgten dem Beispiel der ersten dreiund brachten ebenfalls Gaben dar:
Die Göttin Féca breitete ihren Schild über Bonta aus, dieGöttin Pandawa schützte die Gasthäuser und der Gott Iop die Schmieden…
Auch die anderen Göttinnen und Götter, nämlich Crâ, Ecaflip,Eniripsa, Sacrieur, Sram und Xélor überreichten eine Gabe…
Bestimmte Anhänger, die die Aufmerksamkeit ihrer Göttererlangt hatten, wurden von ihnen auserwählt, ihre Boten zu sein. Sie solltenihnen melden, ob das Gleichgewicht der Welt bewahrt sei oder wann immer es inGefahr geriete.
Auf einigen Inseln der Welt gründeten sie Clans. Darumnennt man sie heute auch:
Die Clanmitglieder.

Die Welt der Zwölf


Eine Magische Welt, bewacht von den zwölf Göttinnen undGöttern.
Es existieren zwei besondere Energieformen, die die Weltder Zwölf im Gleichgewicht halten:
Wakfu und Stasilie.
Wakfu durchfließt die Welt der Zwölf und spiegelt dasLeben in dieser Welt. Stasilie entspringt aus tiefen Minen und spiegelt den Todin dieser Welt. Leben entsteht und Leben vergeht. So bleibt die Welt der Zwölfim Gleichgewicht.
Doch seit Ogrest die Welt der Zwölf vor mehr als 200Jahren überflutet hat, ist dieses natürliche Gleichgewicht gestört worden.Seitdem befindet sich die Welt der Zwölf wieder im Aufbau, doch wird sie immerwieder von Ogrests Chaos heimgesucht. Die Welt der Zwölf besteht aus vielenInseln und den Nationen Amakna, Bräkmar, Bonta und Sufokia sowie der neutralenNation Astrub. Von dichten Wäldern, heißen Wüsten, kalten Eislandschaften undhohen Gebirgen zu besiedelten Städten, bewohnt von den unterschiedlichstenKreaturen und den Anhängern der Zwölf.

Die Anhänger der Zwölf


Die menschlichen Rassen, die die Welt der Zwölf bevölkern,nennt man die Anhänger der Zwölf. Je nach Rasse besitzen sie ein besonderesAussehen und spezielle Fähigkeiten. Einige Rassen haben sich unabhängig vonihrem Gott weiterentwickelt.

Fécas Schild


Fécas sind die geborenen Beschützer. Versucht lieber garnicht, ihnen etwas abzunehmen, was in ihrem Schutz steht. Denn wenn Fécas einskönnen, dann ist das schützen. Notfalls bis zu ihrem letzten Atemzug. Und machtbesser nicht den Fehler, euch an einem Fresssack zu vergreifen…

Sie mögen zwar keine Hirten mehr sein, aber wenn sichjemand an einer wehrlosen Kreatur vergreift, zögern sie keine Sekunde lang,dazwischen zu gehen.

Fähigkeiten:

- Kann Glyphen auf sich, seinen Verbündeten, seinen Gegnernoder auf dem Boden platzieren und mit bestimmten Techniken aktivieren, dessenWirkungen von der angewandten Technikabhängen. Sie können entweder die Gegner in der Bewegung einschränken oder dieAttacken der Verbündete verstärken.
- Besitzt große Verteidigung und erleidet wenig Schaden.
- Kann mit einer speziellen Technik sich oder einenVerbündeter Immunität gegen Angriffe verleihen, hat aber eine kurze Wirkdauerund verliert nach mehrmaligem Einsatz an Wirkung.

Osamodas Peitsche


Das Grollen einer Herde Minotorors im Galopp beeindrucktsie nicht. Der durchdringende Schrei der Kwacks lässt sie nicht stärkererzittern, als der Schrei der WuWülfe. Ihre Naturverbundenheit ist so stark,dass sie selbst eine spürbare, animalische Seite besitzen, die sowohl ihrenCharme ausmacht, als auch ihre Gefährlichkeit unterstreicht.

Fähigkeiten:

- Kann mithilfe seines Gobgob Kreaturen einfangen und siedann im Kampf beschwören.
- Mit bestimmten Techniken kann der Osamodas seineKreaturen unterstützen sowie ihre Angriffe verstärken oder ihre Abwehr erhöhen.
- Vollführt der Osamodas eine Symbiose auf seinen Gobgob nimmter die Drachenform an. Dadurch erhöhen sich die Kraft seiner Attacken, kannfliegen und seine Flügel wie ein Schild verwenden.

Enutrofs Finger


Ihrem subtilen Teint, ihrem verlockenden Duft und ihrenperfekten Kurven kann kein Enutrof widerstehen: den Kamamünzen. Da kennen Enutrofskein Halten mehr. Die Enutrofs interessieren sich für Kamas und wenig anderes. Mit ihrer Schaufel sind sie in der Lage Berge zu versetzen, wenn sie einemSchatz auf der Spur sind. Das macht sie zu wertvollen Verbündeten. Jetzt müsstihr euch nur noch an ihre Persönlichkeit und mangelnde Hygiene gewöhnen...

Fähigkeiten:

- Ihre Hauptwaffe ist eine Schaufel, mit der sie sehr gutumgehen können. Sie können sie wie ein Bumerang werfen und damit die Kraft derErde zu Hilfe rufen.
- Können einen Griesgrab, ein enger Vertrauter desEnutrofs, zu Hilfe rufen.
- Vollführt der Enutrof eine Symbiose auf ihrem Griesgrab,nimmt er die Grieszerkerform an. Dadurch erhöhen sich ihre Kampfkraft und ihreGeschwindigkeit und sie können mit ihren Klauen harte Panzerungen durchdringen.

Srams Schatten


Sie mögen sich zwar hinter ihren Masken verstecken, doch kennt jeder ihr wahresGesicht: Das der Heimtücke. Srams sind unerreicht in der Disziplin, arglosenAbenteurern die Geldbörsen zu erleichtern und fast genauso gut darin, störendeGegner unbemerkt loszuwerden.
Kurz gesagt: Man sollte auf jede Begegnung mit einem Sram verzichten, wenn man seine Börselieb hat.

Fähigkeiten:

- Kann sich für eine begrenzte Zeit unsichtbar machen undsich wie ein Schatten bewegen.
- Kann von sich einen Doppelgänger erschaffen, um Gegnerkurzzeitig abzulenken oder zu verletzen.
- Sie greifen hauptsächlich mit Dolchen und einer Sense an.

Xélors Sanduhr


Xéloren spielen mit der Zeit herum. Auf Tick und Tack zu reagieren ist Teilihrer Taktik. Als begeisterte Uhrmacher sind sie stets auf der Jagd, umverlorene Zeit wiederaufzuholen oder diese ihren Gegnern abzuknöpfen. Wenn ihrsie mit ihrem Zeiger herumspielen seht, bleibt euch nur noch eine Option: Flieht,solange ihr noch könnt. Andernfalls könnte es sein, dass euer letztes Stündleingeschlagen hat...

Fähigkeiten:

- Können sich beliebig oft teleportieren.
- Können den Zeitfluss kontrollieren um ihre Gegner zuverlangsamen.
- Nützen verschiedene Mechanismen die mit Xélor-Magieangetrieben werden. Können wie der Xélor den Zeitfluss der Gegner beeinflussen.

Ecaflips Münze


Als unverbesserliche Spieler zögern die Ecaflips keinen Augenblick lang, ihrLeben im wahrsten Sinne des Wortes auf's Spiel zu setzen. Doch im Gegensatz zurgängigen Meinung landen sie beim Sturz nicht immer wieder auf ihren Pfoten...Egal. Schließlich geht nichts über den dabei erhaltenen Adrenalin-Kick. Na, seidihr heute Miez-gelaunt?

Fähigkeiten:

- Verlassen sich immer auf ihr Glück, im wahrste Sinnedes Wortes.
- Setzen im Kampf verschiedene Arten von Karten aufunterschiedliche Weise ein. Auch können sie spezielle Kampftechniken einsetzen.
- Die Stärke eines Ecaflips variiert von Zeit zu Zeit, jenachdem, ob ihnen das Glück des Gottes Ecaflips huldig ist.

Eniripsas Hände


Die Eniripsas waren schon immer für ihre Talente als Heiler bekannt. Sie könneneuch mit nur einem Wort heilen, ohne groß darüber ein Wort zu verlieren. Wasdie Gegner angeht - sie werden die bittere Pille schlucken müssen, ob siewollen oder nicht...

Fähigkeiten:

- Setzen ihre Magie meistens zur Heilung von Verletzungenein und können in kurzer Zeit schwere Verletzungen heilen.
- Können auf ihre Gegner sogenannte „Feuerzeichen“setzen. Wird der Träger des Feuerzeichens angegriffen, aktiviert sich dasFeuerzeichen und je nach Feuerzeichen werden verschiedene Effekte aktiviert.
- Können mit einer besonderen Technik die Wirkungen ihrerHeilzauber und Feuerzeichen umkehren. Heilzauber fügen dann Schaden zu undFeuerzeichen können dann auf ihre Verbündete angewendet werden für temporäreEffekte. Mit anderen Techniken können Eniripsas dann ihren Gegnern Krankheitenzufügen um sie temporär zu schwächen.

Iops Herz


Die Iops stehen im Ruf, mutige Ritter zu sein, die sich darauf verstehen, ihreWaffen sprechen zu lassen. Wenn sie wüssten, was das Wort Motto bedeutet, dannwürde ihres folgendermaßen lauten: "Erst handeln, dann denken".Zugegeben, ihre geistigen Fähigkeiten scheinen sich umgekehrt proportional zurGröße ihres Schwertes zu verhalten. Trotzdem werden Iops von ihren Verbündetensehr geschätzt. Weil sie es wert sind...

Fähigkeiten:

- Besitzen vonallen Rassen die höchste Stärke im Nahkampf und können mit bloßer Faust ganzeFelsen zertrümmern.
- Können mitSchwertern verschiedener Arten sehr gut umgehen.
- Trotz ihrerhohen Kampfkraft haben die Iops von allen Rassen nicht gerade die höchste Intelligenz.Sie interessieren sich meistens nur dafür, was sie als nächstes vermöbelnkönnen.

Die Weiten von Crâ


"Stolz undGenauigkeit", so könnte das Motto der Crâs lauten. Diese zielsicherenBogenschützen haben als Spezialisten im Fernkampf den Bogen heraus, wenn esdarum geht, Gegner auf Abstand zu halten und Verbündete zu schützen. Zu denkleinen Freuden im Leben der Crâs gehört es, mit ihren Pfeilen Gegner in Nadelkissenauf Beinen zu verwandeln.

Fähigkeiten:

- Besitzen die höchste Sehkraft und können ein Ziel aus kilometerweiterEntfernung ganz genau sehen und beobachten.
- Ihre Hauptwaffe ist ihr Bogen, mit der Crâs magischePfeile verschiedener Arten einsetzen können.
- Können mit Mechanismen den Wirkungsbereich ihrer Pfeileerhöhen und verstärken.

Das Schuhwerk von Sadida


Man nennt sie zwar auch das "Baumvolk", aber sie lieben alle Artenvon Pflanzenwesen. Wenn sie sich nicht gerade um die Pflanzen in ihrer Nähekümmern, dann spielen sie meist mit ihren selbst hergestellten Püppchen herum.Diese kriegerischen oder heilenden Püppchen stellen für sie eine mächtigeUnterstützung im Kampf dar.

Fähigkeiten:

- Haben eine tiefe Bindung zu der Natur. Dadurch könnensie das Wachstum von Pflanzen beschleunigen.
- Können mächtige Pflanzenranken aus verschiedenenUntergründen wachsen lassen, um Gegner anzugreifen oder sich und seineVerbündeten zu schützen.
- Können im Kampf verschiedene Puppen zur Hilfe holen,die unterschiedliche Fähigkeiten besitzen.

Sacrieurs Blut


Sacrieurs fürchten keine Verletzungen. Ganz im Gegenteil: Ihre Macht steigtnämlich gemäß der erlittenen Verletzungen an. Ihre größte Leidenschaft sindausgedehnte Feiern unter "Blutsbrüdern"..., für die sie sichjederzeit gerne aufopfern, wenn Verbündete ihre Hilfe benötigen. Kurz gesagt:Für Gegner sind Sacrieurs alles andere als... wunderbar.

Fähigkeiten:

- Ihre Stärke steigt, je mehr Verletzungen sie erleiden.
- Können sich mit einer Technik mit ihren Verbündetenverbinden, um alle Verletzungen auf sich umzuleiten um ihre Verbündete zuschützen und ihre Kraft zu steigern.
- Aus seinen Arm kann der Sacrieur Blut austreten lassenund wie Tentakeln den Gegner ergreifen, um sich zu ihm oder ihn zu sich zuziehen.

Pandawas Maßkrug


Pandawas sind wahre Meister des Faustkampfes, auch gleichfalls sehr gut in derDisziplin, einen zu heben... Seien es nun Maßkrüge mit Flüssigkeiten oder dieKörper ihrer Gegner. Also seid auf der Hut und fragt lieber nochmal nach, wenneuch ein Pandawa anbietet, euch "einen zu spendieren"...

Fähigkeiten:

- Verfügen überverschiedene Faustkampftechniken.
- Haben immereinen Fass bei sich und trinken daraus. Je mehr ein Pandawa aus seinen Fasstrinkt, desto stärker und agiler wird er im Kampf. Tritt jedoch der Kater ein,verliert der Pandawa stark an Stärke und kann eine Zeit lang nicht mehr ausseinem Fass trinken.
- Können problemlosselbst schwere Gegner hochheben und in eine beliebige Richtung werfen.

List der Halsabschneider


Die Halsabschneider sind herzlose, aber schlaue Diebe und Lügner. Sie nutzendie Schatten, um ihrem Beruf und ihrer Berufung nachzugehen: dem mehr oderweniger organisierten Verbrechen. Das einzig ehrenwerte an ihnen ist ihreausgeprägte Familienloyalität.

Fähigkeiten:

- Setzen imKampf Pistolen, Langklingen und Kurzschwerter ein. Das Kurzschwert können siewie ein Bumerang einsetzen.
- Setzen eineVielzahl von verschiedene Bomben ein.
- Setzen einenkleinen Roboter ein, der unabhängig vom Halsabschneider Bomben platziert undeinen Gegner ergreift und zu sich heranzieht oder zum Fall zu bringt, wenn erversucht zu laufen.

Die Maske der Maskeradoren


Maskeradoren sind merkwürdige Maskenwächter mit machvoller Magie. Mal sind siedraufgängerisch, mal eher feige, mal völlig verrückt: Diese mysteriösenAbenteurer wechseln ihre Laune wie andere ihre Unterwäsche... Niemand weiß, wassie antreibt, aber häufig sieht man Anzeichen von einem unauslöschlichenRachedurst.

Fähigkeiten:

- Besitzen dreiverschiedene Masken. Je nachdem, welche Maske sie tragen, ändern sich ihreFähigkeiten und Eigenschaften.
- Mit der Hänsel-Maskekann er gezielt Wasserschüsse abfeuern um Feinden zu schaden oder Verbündete zuheilen. Mit der Berserker-Maske kann er die Hörner seiner Maske als Waffe mitsehr langen Ketten einsetzen. Mit der Klassen-Maske kann er geschickt Angriffenausweichen und mit Nahkampftechniken den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen.
- Können vonsich einen Doppelgänger erschaffen, der für eine bestimmte Zeit den Maskeradorunterstützen kann.

Dampf der Steamer


Steamer sind im Allgemeinen geduldig und vorsichtig. Sie warten stets denbesten Moment ab, bevor sie handeln... Im Laufe der Jahrhunderte haben sie ihrekörperlichen und geistigen Fähigkeiten stetig weiterentwickelt. Einst waren sieein skrupelloses und kriegerisches Volk, doch inzwischen haben sie sich zueinem Volk gemausert, das für den Frieden eintritt. Sie sind auf der Suche nachStasili-Minen, um damit die Rückkehr ihres Volkes zu ermöglichen...

Fähigkeiten:

- Im Gegensatzzu den anderen Rassen sind Steamer menschliche Maschinen, deren Energiequelleauch ihre gefährlichste Waffe ist: Reines Stasilie, die gefährlichste Waffe inder Welt der Zwölf.
- Haben eineVielzahl von Nah- und Fernwaffen.
- Mit Schienenkönnen sie sich und Verbündete schneller bewegen.

Das Eliatrops-Portal


Sie sind bltzschnellund verschwinden in Nullkommanichts, um woanders wieder aufzutauchen. Eliatropenwissen die Geheimnisse des Wakfu und gehören zu einem der ältesten Rasse in derWelt der Zwölf. Doch seit einem unbekannten Vorfall fehlt von dem Eliatropsjede Spur.

Fähigkeiten:

- KönnenPortale öffnen, mit denen sie blitzschnell woanders auftauchen oder Angriffe ineine andere Richtung zu lenken.
- Können mitihrem Portal einen Strahl abfeuern, der fast alles durchschießen kann.
- Können mitihren Portalen eine hohe Geschwindigkeit erreichen womit sie selbst immun gegenXélors Zeitmagie sind.

Eine Geschichte für euch


Ich Grüße euchliebe Freunde der Welt von Wakfu. Ihr seid gerade zur richtigen Zeit gekommen.Mir ist etwas langweilig, weil ich niemanden mehr habe, mit dem ich redenkönnte. Wisst ihr, alt zu sein hat zwar seine Vorzüge, doch je älter ich werde,desto fremder wird mir diese Welt. Ihr fragt, wer ich bin? Nun, meinen Namenmüsst ihr nicht wissen, doch könnt ihr mich den Geschichtenerzähler nennen, daich, trotz meines Alters, so einige interessante Geschichten höre. Kein Interessean einer Geschichte? Hmpf. Die Jugend heutzutage interessiert sich immerweniger für Geschichten aus alter Zeit. Ich frage mich manchmal, was aus dieserWelt werden soll. Seit Ogrests Chaos über uns herzieht, ist nichts mehr so wiefrüher. Jaja, früher war die Zeit schön. Das erinnert mich an meine Jugend, woich nur das Abenteuer gesucht habe und die verschiedenste Winkel dieser Weltbesucht habe. Ach ja, das waren noch Zeiten. Ihr wollt schon gehen? Bevor ihrgeht, ich hätte eine Geschichte die euch interessieren könnte. Doch lasst michzuerst euch eine Frage stellen. Wie sah unsere Welt aus bevor sie geborenwurde? Gab es vor uns überhaupt etwas? Und wie lange gibt es diese Welt schon?Hab ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht? Sicher nicht. Na? Hab ich euerInteresse geweckt? Nun, dann setzt euch zu mir, denn die Geschichte ist langund wird wohl eine Zeit lang dauern. Wie lang sie dauern wird fragt ihr? Selbstich weiß nicht mal mehr wie viel Zeit es gedauert hat, als ich sie das letztemal jemanden erzählt habe. Doch reden wir nicht mehr darüber. Ich werde euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die über euer Vorstellungsvermögen weit hinausgehen wird.

Kapitel1

Alles hat einen Anfang


Die Geschichte beginnt auf einem Bauernhof, in der Näheeines dichten Waldes, wo eine Familie(ein Mann, eine Frau und deren Kinder) ein normales und bescheidenes Lebenführt. Sie besitzt ein großes Ackerfeld für viele verschiedene Nutzpflanzen wieMais und verschiedene Salate. Auch verschiedene Kräuter werden gepflanzt, dadie nächste Großstadt ein paar Tagesmärsche vom Bauernhof entfernt ist. In derNähe liegt auch eine Weide, wo eine Herde Fresssäcke, Schafe, deren Körperkomplett von Wollfell überdeckt sind und nur Augen, Mund, Beine, Schwanz undHörner zu sehen sind, und Moogars, sanfte weiße Kühe mit schwarzen Streifen undHörnern, lebt, bewacht von einem WuWulf, ein Wolfhund mit braunem Fell, derhäufig fürs Bewachen von Häusern und Grundstücken genutzt werden, einem treuenFreund der Familie. Auch steht ein Tofustall auf dem Bauernhof, wo die Tofoone,weibliche Tofus, kleine Vögel mit gelben Federn und rundem Körper, die größerals junge Tofus sind, in aller Ruheihre Eier legen.
Doch irgendjemand liegt vor einem der Nester, wo dieTofoone zum Essen das Nest verließen, und beobachtet die Eier, die sich leichtbewegen. Doch der „Eindringling“ blieb nicht unbemerkt. Von einer der höherenEtagen, den Nestgehegen, erspäht ein Tofurby, ein größerer Tofu als Tofoone mit ovalem Körper, der Chef und Aufpasserdes Stalls, den Eindringling. Es ist zwar dunkel im Stall, aber er kann jemandvor dem Nest liegen sehen. Und er mag es überhaupt nicht, wenn jemand vor einemunbewachten Nest liegt und es begutachtet. Als der Eindringling die Hand inRichtung der Eier bewegt, fackelt der Tofurby nicht lange, springt und lässtsich mit voller Wucht auf dem Eindringling fallen. Dieser ist jetzt fast soplatt wie ein Bernardo von Kärpfchen flach ist. Er ist froh, den Eindringlingausgeschaltet zu haben, bevor den Eiern etwas passiert. Dann sieht er, auf WENer gesprungen ist. Es ist der siebenjährige Sohn der Familie, ein Osamodasnamens Lorenz.
Osamodas haben eine blaue Haut, an mehreren Körperstellenweiße Haare, am Kopf zwei kleine Hörner und einen Schwanz, dessen Ende einDreieck bildet.
Dem Tofurby tut das so leid, dass er, vor lauter Sorge umihn, vergisst, von ihm runter zu gehen. „Tufon, könntest du vielleicht von mirruntergehen? Ich kann kaum noch atmen“, sagt Lorenz.
Tufon, so heißt der etwas schwergewichtige Tofurby, geht vomihm runter und entschuldigt sich mehrmals bei ihm. Dabei macht er einenGesichtsausdruck, als müsste er dringend aufs Klo.
„Ist schon okay Tufon. War mein Fehler. Ich hätte dirBescheid sagen sollen, dass ich da bin. Aber kommt es mir so vor, oder hast duin letzter Zeit etwas an Gewicht gewonnen?“
Tufon ist stolz auf sein „Kampfgewicht“. Er mag zwarnicht so gut fliegen können wie die anderen Tofus, aber um seinen Stall zubeschützen, nimmt er dies im Kauf. Plötzlich wackelt eins der Eier im Nestleicht. Dann bildet sich ein kleines Loch an der Eierschale, das langsam immergrößer wird, bis ein kleines Tofubaby das Licht der Welt erblickt. Lorenz undTufon sind über den Neuzugang der Familie glücklich und froh, dass es sicherzur Welt gekommen ist. Tufon begrüßt es sogar mit einer Verbeugung, wobei erdabei nach vorne aufs Gesicht fällt.
Kleine Anmerkung: Tofurbys haben in der RegelSchwierigkeiten mit ihrem großen, runden Körper das Gleichgewicht zu halten undkönnen sich genauso schwer wieder aufrichten.
Als Lorenz Tufon beim Aufrichten hilft, kommt dieTofoone, die das Nest zum Essen verließ, zurück, mit einem Schnabel vollkleiner Würmer. Sie wusste wohl dass es soweit war, dass die Eier schlüpften.Wären sie das erste Tofubaby füttert, schlüpfen in der Zeit auch die anderenEier aus. Dann hört man nur noch kleines Fiepen vor Hunger. Sie warten darauf,gefüttert zu werden. Wären Lorenz zuschaut, hört er jemanden draußen rufen.
„Lorenz, wo bist du? Komm schnell! Black kämpft wiedermit den anderen Fresssäcken.“
„Oh Nein“ denkt Lorenz. Schnell verlässt er denTofustall. Tufon entschuldigt sich nochmals für vorhin mit einer Verbeugung undlegt sich ungewollt wieder hin.
Als Lorenz bei der Weide ankommt, wo die Fresssäcke undMoogars leben, wartet schon jemand auf ihn. Es ist die sechsjährige Tochter derFamilie und die Schwester von Lorenz, eine Eniripsa namens Mia.
„Gut das du kommst, Lorenz“, sagt Mia. „Black hat wiederÄrger mit den anderen Fresssäcken und Ludwig ist gerade mit dem Moogarsbeschäftigt.“
Ludwig, so heißt der WuWulf, ist damit beschäftigt, dieverschreckten Moogars zu beruhigen. Währenddessen kämpfen einige der Fresssäckegegen einen schwarzen Fresssack, das sehr wütend ist. Zwei Fresssäcke stürzensich mit vollem Tempo auf den schwarzen Fresssack. Beim Aufeinanderstoßen der drei hielt der Schwarze dem Angriff stand, sammelt Kraft und stößt die zweiGegner mühelos weg. Ein weiterer Fresssack greift von der Seite an, doch derschwarze weicht aus und schleudert den Angreifer mit einem kraftvollen Stoß weg.
„BLACK!“, ruft Lorenz, „Hör sofort mit dem Kämpfen auf!“,doch Black, der schwarze Fresssack, ignoriert ihn und greift die anderenFresssäcke an. Wenn Black einmal zu kämpfen anfängt, hört er erst auf, wennalle Gegner besiegt sind. Dagegen hilft nur eins: Er muss Black besiegen oderbewusstlos schlagen.
Dafür springt er über dem Zaun, läuft an den kämpfendenFresssäcke vorbei zu einem Felsen, bleibt davor stehen, dreht sich zu denFresssäcken hin und ruft: „Hey Black, du lahme Schnelm!“
Black bleibt abrupt stehen und dreht sich zu Lorenz um.
„Wetten, dass du mich nicht triffst, so langsam wie dubist?“, und zeigt dabei die Zunge.
Black wird richtig wütend, nimmt Anlauf und rennt mitvollem Tempo auf Lorenz zu. „Pass auf“, ruft Mia. Doch Lorenz hat diesbeabsichtigt. Bevor Black bei ihm ankommt, nimmt Lorenz Anlauf, läuft auf Blackzu und springt über ihn. Black kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und läuftmit vollem Tempo gegen den Felsen. Black torkelt einige Schritte, bevor er sichhinlegt und ins Land der Träume geht. Normalerweise kümmert sich der Vater derFamilie, ebenfalls ein Osamoda, um das schwarze Fresssack der Familie, da Blacknur vor ihm Respekt hat und auf ihm hört. Doch er ist im diesem Moment auf demAckerfeld um Mais zu pflanzen. Ludwig kann in der Zwischenzeit dieaufgeschreckten Moogars beruhigen.
„Phuu. Dachte schon, dass der Plan nicht klappt. Aberwenn er wieder aufwacht, hat er sich, das hoffe ich zumindest, wieder beruhigt.Sag mal Mia, hat er wegen White mit dem anderen Fresssäcke gekämpft?“
Mia nickt. Nicht unweit vom Kampfgeschehen schaut einFresspäckchen, ein weiblicher Fresssack, das ruhiger als ihre Artgenossen ist,dem Kampf zu. In Gegensatz zu normalen Fresspäckchen besitzt dieses ein so hellweißesFell wie sonst kein anderes. Deswegen ihr Name White. Black ist derZwillingsbruder von White und lässt kein Fresssack an sie, nicht bevor dieserihn im Kampf besiegt. Und heute hatte es wohl fast die ganze Herde auf Whiteabgesehen. Als einige Fresssäcke wieder versuchen, sich an White ranzuwagen,wacht im dem Moment Black auf und schaut zu den Fresssäcken hin. Die nehmenschnellstens Abstand zu White, sie haben genug für heute. Black hat sich indessenwieder beruhigt.
Als Mia zu Lorenzläuft, sieht sie, dass er sich an den Rücken greift.
„Tut dir der Rücken weh?“, fragt sie.
„Tufon“, ist seine Antwort, denn dies ist nicht das ersteMal, dass Tufon ihn als Landeplatz missbraucht.
Manchmal fiel er im Schlaf, einfach von oben runter undlandete auf Lorenz. Und wie bereits erwähnt: Tofurbys haben Schwierigkeitendamit, ihr Gleichgewicht zu halten,besonders wenn sie schlafen.
„Verstehe. Moment, ich kümmere mich darum.“
Sie geht zu Lorenz, legt ihre Hände auf seinen Rücken undmurmelt einige Zauberformeln. Währenddessen merkt Lorenz, wie der Schmerzlangsam nachlässt und dann verschwindet.
„Danke Mia. Wenn ich dich nicht hätte, würde ich vorlauter Rückenschmerzen nicht mal aufstehen können.“
„Dann müsste Tufon stattdessen Diät machen“, sagt Mia.
Beide fangen an zu lachen.
Plötzlich hörten sie ihre Mutter rufen, ebenfalls eineEniripsa: „Lorenz! Mia! Es gibt Abendessen!“
Das lassen sich die beiden nicht zweimal sagen und laufen schnurstracks zum Haus derFamilie. Plötzlich bleibt Lorenz stehen. Er denkt, etwas im angrenzenden Waldgesehen zu haben. Zwei leuchtende Augen, die ihn anstarrten.
„Lorenz, kommst du?“, ruft Mia.
Lorenz überlegt kurz, ob er sich das nicht eingebildethat und läuft dann zum Haus. Doch irgendjemand oder irgendetwas lauert im Wald.Es wartet. Auf den richtigen Augenblick. Für ein großes Festmahl.

Ende vonKapitel 1

Kapitel 2

Geheul imMondschein


Es ist Nacht geworden. Der Mond scheint hell über demBauernhof und dem dunklen, dichten Wald, der auf dem Namen „Wald desMückenloch-Dickicht“ hört. Man hört jetzt viele Geräusche und Laute von Tieren,die im Schutz der Dunkelheit ihr Versteck verlassen, um auf Nahrungssuche zugehen.
Lorenz und Mia sind schon in ihrem Zimmer und schauensich gerade ein Buch mit dem Titel „Monster, Wesen und seltene Kreaturen“ an.Dort sind alle Lebewesen aufgelistet, die die Welt bevölkern. Von kleinemPiepmatz über die untoten Chafer, diegiftige Dämonenrose, die seltsamenKamelspatzen und die süßen Smaras bis zu den riesigen Krachlern und vieleweitere Kreaturen. Besonders die „seltenen Kreaturen“ haben es Lorenz und Miaangetan.
„Welcher ist dein Favorit, Lorenz?“, fragt Mia.
„Dieser hier“, antwortet Lorenz und zeigt auf das Bildeines Gligli, ausgewachsene Wildschweine mit großen Hauern, mit einen dunkelroten Fell.
„Der macht einen starken Eindruck, als könnte er Felsenzertrümmern. Und welchen magst du?“
„Diesen hier“ antwortet Mia und zeigt auf das Bild einesDich-Fischlein, Fischartige Wesen die an Land leben können, mit grell gelbenund dunkel blauen schuppen.
„Den finde ich einfach süß. Richtig zum Knuddeln.“
„Ich weiß nicht, ob es ihm dann gefällt, den ganzen Taggeknuddelt zu werden.“ sagt Lorenz. Mia schmollt.
„Und wieso dann nicht den hier?“, fragt er und zeigt auf das Bild einer Feldpflanze, einekleine lebende Pflanze, die sich fortbewegt, mit einer braunen Färbung undverblassten Blütenblättern auf dem Kopf.
„Nein, auf keinen Fall DEN. Der macht so einenGesichtsausdruck wie sieben Tage Regenwetter.“ „Und dieser hier?“, fragt Lorenzund zeigt auf das Bild eines Scaras, ein großer fliegender Skarabäus mit einemhell bräunlichen Panzer.
„Den auch nicht. Bei dem muss man doch ständig aufpassen,wo er seine „Haufen“ hinterlegt“, antwortetMia.
Kleine Anmerkung: Scaras werden nicht sehr gerne alsHaustiere genommen, da sie sehr häufig etwas hinterlegen.
Hier ein kleiner Unterschied: Fresssäcke hinterlegen 1-3Mal am Tag. Scaras hingegen 5-10 Mal am Tag. Und beim „Hinterlegen“ sind siemit dem Standort nicht gerade wählerisch.
Im Buch steht auch die Geschichte von Ogrest, dem Titan,wie er die 6 Dofuse vereinte, wie er seine große Liebe Dathura verlor und wieer Chaos über die Welt brachte. Doch dies ist sehr lange her und Ogrest lebtbis heute auf der Spitze des Berges „Zinit“. Es gibt viele Kreaturen, dieentweder angsteinflößend, wunderschön oder einfach skurril aussehen, doch einWesen fasziniert und ängstigt die beiden sogleich.
Es handelt sich um eine riesige Bestie mit großen Klauenund mit einem lila Fell, dessen Herkunft unbekannt ist. Nach den Geschichten,die im Buch stehen, kann es eine ganzeFresssackherde innerhalb einer Nacht verschlingen, ohne dass etwas übrigbleibt.Und doch gibt es nur wenige Augenzeugen, die dieses Wesen gesehen haben.
„Hier steht“, liest Lorenz vor, „dass die riesige Bestienur in Vollmondnächten gesichtet wurde. Auch wurde ein WuWulf mit einem lilaFell in dichten, dunklen Wäldern gesichtet. Doch ob diese zwei Wesen etwasmiteinander zu tun haben, weiß man bis heute nicht“. Bei dem Gedanken, wiedieses Wesen eine ganze Fresssackherde in einer Nacht verschlingt, läuft Lorenzund Mia ein kalter Schauer über dem Rücken.
Die Mutter schaut gerade ins Zimmer der beiden und fragt:„Na, ihr beiden? Müsstet ihr nicht längst schlafen? Es ist schon sehr spät.“
„Nö“, antwortenLorenz und Mia gleichzeitig, „wir schauen noch etwas an.“
„Gut. Aber dann wird das Licht ausgemacht und geschlafen“,sagt die Mutter und schließt die Tür leise zu.
Wären die beiden weiterlesen, schleicht sich jemand vonhinten an, springt und landet auf Lorenz Kopf.
„Hey Goby, hab mich schon gefragt, wo du steckst“, sagtLorenz.
Goby, der Gobgob, Vertrauter von Osamodas, ist klein,blau, hat einen langen Schwanz mit dem er sich vom Boden abstützen kann undbewegt sich schwebend fort, von Lorenz,hat sein tägliches Schläfchen gehalten und ist erst aufgewacht. Gobgobs halten nur zwischen 4 und 6 Stunden Schlaf und sind meistens über Nacht wach, um aufihre Freunde aufzupassen.
„Na, hast du schön geschlafen? Möchtest du noch mit unsins Buch schauen?“
Goby nickt und gesellt sich zu den beiden. Nach einerWeile sind Lorenz und Mia müde und gehen in ihre Betten.
„Gute Nacht, Mia.“
„Gute Nacht, Lorenz“ und beide schlafen nach kurzer Zeitein, während Goby Wache hält.
Lorenz befindet sich in einem dunklen, dichten Wald. Es istTotenstille. Kein Geräusch ist zu hören und es weht kein Wind durch die Wipfelder Bäume. Lorenz rennt. Er rennt um sein Leben, denn etwas ist hinter ihn her,etwas Riesiges. Er rennt so schnell er kann, doch der Verfolger kommt immernäher. Dann sieht Lorenz ein Licht am Ende des Waldes. Er rennt so schnell er kannauf das Licht zu und der Verfolger ist ihm dicht auf dem Fersen. Lorenz spürt,dass ihm langsam die Kraft ausgeht. Er erreicht das Licht noch rechtzeitig undkommt auf eine große Waldlichtung. Nach ein paar Schritten dreht sich Lorenzum, um seinen Verfolger entgegenzutreten, doch er erscheint nicht. Schwer atmendschaut er sich um, um seinen Verfolger zu entdecken, doch man kann ihn wederhören noch sehen. Plötzlich steht eine riesige Bestie hinter Lorenz. Bevor erreagieren kann, hebt die Bestie ihre große Klaue und schlägt zu. In dem Momentwacht Lorenz aus seinem Traum auf.
Lorenz schwitzt am ganzen Körper. Für einen Albtraum war dieser sehr realistisch, als würde er einer echten Bestie gegenüberstehen.Lorenz bemerkt dann, dass auf seiner Decke Goby sitzt. Er muss gespürt haben,dass Lorenz etwas Schreckliches geträumt hat, und ist zu ihm gegangen.
„Danke, Goby. Ich kann mich glücklich schätzen, einenwachsamen Freund wie dich zu haben.“
Goby ist froh, dass es seinem Freund gut geht. Lorenzschaut aus dem Fenster und sieht den fast vollen Mond am Himmel. Dann hört erein Heulen, dass fast wie ein Lied klingt. Er kennt dieses Geheul. Es kommt vonLudwig, dem WuWulf. Jede Nacht, wenn es sehr spät ist, kommt Ludwig auf dieleere Weide und heult den Mond an. Lorenz kommt es jedes Mal so vor, als würdeer den Mond anheulen, damit dieser sein Geheul an seine Artgenossen weitergebenkann. Das macht Lorenz etwas traurig. Ludwig fühlt sich zwar auf dem Bauernhofsehr wohl, doch sehnt er sich nach anderen Artgenossen. Mit diesen Gedankenschläft Lorenz wieder ein, ohne einen Albtraum zu haben.
Am nächsten Morgen frühstückt die Familie gemeinsam inEsszimmer des Hauses. Lorenz hat diesen Morgen einen größeren Appetit alssonst. Das bemerkt Mia als erste.
„Lorenz, warum isst du heut Morgen so viel?“, fragt sie.„Ich hab mir heute was vorgenommen und mit vollem Magen ist es einfacher alsmit halbvollem Magen“, antwortet Lorenz. Mia überlegt kurz. „Lass mich raten“,sagt sie, „es hat was mit dem schwarzen Fresssack der Familie zu tun."
„Korrekt“, sagt Lorenz mit halbvollem Mund.
„Wird das nicht langsam albern mit dir und ihm?“, sagtMia.
„Nein“, antwortet Lorenz, „heute wird ich ihn besiegen.“
„Das sagtest du auch beim letzten Mal, beim vorletztenMal und bei den anderen Malen davor“, sagt Mia. Da ist Lorenz etwas an genervt.
„Heute NICHT“, sagt er, „ich habe in den letzten Wochenein Training mit Goby durchgeführt und bin zuversichtlich, dass der Kampf heuteganz anders ausgeht!“ Damit beendet Lorenz das Frühstück und geht aus dem Haus.
„Wenn das mal gut geht“, sagt Mia.
„Heute vielleicht nicht“, sagt der Vater, „ich hab ihmvor paar Tagen beim Training beobachtet. Heute wird der Kampf nicht so schnellenden wie die Kämpfe davor.“
„Und was genau hat er mit Goby trainiert?“, fragt Mia.„Das wirst du gleich sehen, Mia“, antwortet der Vater.
Nachdem die Familie das Frühstück beendet hat, gehen alledrei zum Kampfschauplatz, der in der Nähe der Weide liegt. Als die drei denKampfschauplatz erreichen, sind auch Ludwig und White dort, um den Kampf zuzuschauen.Lorenz und Goby sind schon auf dem Kampfplatz und stehen ihrem Gegnergegenüber: Black.
„Bereit für eine Niederlage, Black?“, fragt Lorenz. Blackschnauft und schart mit dem Hufen. Black ist etwas schlecht gelaunt, da Lorenzihn gestern gegen einen Felsen rennen ließ. Mia ist neugierig, was genau Lorenzund Goby trainiert haben.
„Also dann“, sagt Lorenz, „kann es losgehen, Goby?“
Goby ist bereit und springt auf Lorenz‘ Gesicht. Alle,außer dem Vater, fragen sich, was die zwei da machen. Auch Black kennt dies vonLorenz nicht und das gefällt ihm nicht. Da durchzieht Lorenz eine Verwandlungund nimmt eine Drachenform an. In Drachenform ist Lorenz halb Mensch halbDrache.
Da staunen fast alle nicht schlecht. Lorenz schwingt sichin die Luft. Das passt Black ganz und gar nicht. Seine Hörner beginnen zuleuchten und dann schleudert er einen Blitz in Richtung Lorenz. Lorenz holttief Luft und schleudert einen Feuerball gegen den Blitz. Beide Attackentreffen aufeinander und lösen sich in einer Explosion auf.
„Na, Black?“ sagt Lorenz, „Ist wohl nicht so einfach wiebei den letzten Malen.“
Obwohl Lorenz in der Luft einen Vorteil hat, macht Blackkeine Anstalten, aufzugeben. Die Zuschauer feuern Lorenz an, außer White, siefeuert ihren Bruder an. Doch jemand lauert im Wald. Und beobachtet den Kampf.

Ende vonKapitel 2


Kapitel 3

Rivalen derersten Sekunde


Die Sonne scheint hell über dem Wald desMückenloch-Dickichts. Nur einzelne Lichtstrahlen scheinen durch die Wipfel derBäume. Die meisten Kreaturen haben sich bei Tagesanbruch in ihre Versteckezurückgezogen, doch eine Kreatur durchstreift den Wald nach Beute. Sie sucht inallen möglichen Verstecken, doch bis jetzt erfolglos. Dann erblickt sie einewilde Tofoone, die auf einem Felsen ein Nickerchen hält. Sie schleicht sichlangsam an die ahnungslose Beute heran, doch kurz bevor sie ihre Beute erreicht,ertönt ein lauter Knall. Viele Kreaturen, die in ihren Verstecken geschlafenhatten, sind dadurch aufgeschreckt, auch die Tofoone auf dem Felsen, und rennen kreuz und querdurch den Wald. In all dem Chaos kann sie keine Beute machen, da sie ihre zweiJungen, die durch den Knall auch aufgeschreckt wurden und ihr Versteckverlassen haben, vor dem anderen Kreaturen in Sicherheit bringen muss. Dabeihat sich eins der Jungen verletzt. Nachdem die Jungen in Sicherheit sind, gehtdie Kreatur in die Richtung, aus der der Knall kam. In dieser Richtung liegtauch ein Bauernhof. Als sie am Waldrand ankommt, erblickt sie einen Kampfzwischen einem schwarzen Fresssack und einer anderen Kreatur.
Es liegt Spannung in der Luft. Lorenz und Black stehensich gegenüber und sind gefasst auf dem Angriff ihres Gegners. Die Zuschauerfeuern die Kämpfer an, außer Mia, sie schmollt.
„Ich kann nicht fassen, dass er mir nicht erzählt hat,dass er heimlich trainiert hat. Er hätte mir das ruhig erzählen können“, sagtsie.
„Er wollte, dass Black davon nichts erfährt“, sagt derVater, „er hat dafür einen geheimen Trainingsplatz im Wald gefunden und es fürsich behalten. Und er weiß, dass du ein kleines Plappermaul bist“
„Und woher weißt du das?“, fragt Mia und schmollt weiter.
„Ich bin ihm einmal heimlich gefolgt, da er öfterheimlich in den Wald ging. Da hab ich ihn dann beim Trainieren beobachtet. Erhat sich sehr gut angestellt“, sagt der Vater.
„Was meinst du, Liebling?“, fragt die Mutter, „Wie stehendie Chancen, dass dieser Kampf anders ausgeht als die letzten?“
„Lorenz mag zwar durch die Wandlung stärker sein alssonst, aber Black ist mit seinen Fähigkeiten Lorenz ebenbürtig. Es wird sichzeigen, ob das Training von Lorenz etwas gebracht hat.“
Black ist von Lorenz‘ Fliegerei langsam genervt. SeineHörner beginnen zu leuchten und er feuert eine ganze Salve von Blitzen aufLorenz, um ihn von Himmel zu holen. Lorenz holt tief Luft und feuert eine SalveFeuerbälle gegen die Blitze. Die meisten Blitze werden abgewehrt, doch einerkommt durch und trifft Lorenz. Black grinst über den Treffer, doch zu frühgefreut. Nachdem sich die Rauchwolke aufgelöst hat, scheint Lorenz keinenSchaden genommen zu haben. Lorenz hat in dem Moment, bevor der Blitz ihn traf,seine Flügeln als Schild benutzt um den Angriff abzuwehren. Dadurch ist Lorenzin der Lage, Angriffe abzuwehren, ohne viel Schaden zu nehmen. Black scheint diesaber nicht zu beeindrucken. Wieder feuert er eine Salve Blitze gegen Lorenz.Lorenz kann keinen Gegenangriff starten und muss den Angriff mit seiner Flügelabwehren. Dabei verliert er an Höhe, worauf Black nur gewartet hat. Er stürmtauf Lorenz zu, doch dieser kontert, indem er mit seinen Flügeln einen Luftstoß erzeugtund so Black zurückschleudert. Doch Black rappelt sich schnell wieder auf und schleudert einen Blitz gegen Lorenz. Lorenz verteidigt sich mit seinen Flügeln,doch der Blitz trifft nicht ihn, sondern schlägt ein paar Meter vor Lorenz ein.Durch die entstehende Rauchwolke kann Lorenz nichts sehen. Black nützt dieGelegenheit für einen Überraschungsangriff und rammt Lorenz am Kopf. Lorenztorkelt einige Schritte zurück und Black greift ein weiteres Mal frontal an.Lorenz kann den Angriff standhalten und lässt über sich und Black eineSteinfaust erscheinen. Black bemerkt die Steinfaust nicht und Lorenz lässt siemit voller Wucht auf Black einschlagen. Nachdem sich der Staub gelegt hat,liegt Black am Boden. Lorenz wartet einen Moment, ob Black wieder aufsteht. Alsdas nicht auftritt, fühlt sich Lorenz als Sieger des Kampfes. Er kann seineFreude über dem Sieg nicht zurückhalten.
„Juchu, endlich habe ich es geschafft. Ich hab Blackbesiegt!“, brüllt er.
Doch Black tut nur so, als wäre er besiegt worden. AlsLorenz ihm den Rücken zudreht, richtet sich Black auf, holt tief Luft undspuckt eine Ladung Speichel auf Lorenz‘ linken Flügel. Dieser ist nun durch denSpeichel so verklebt, dass Lorenz den Flügel nicht mehr zum Fliegen oder alsSchild verwenden kann.
Kleine Anmerkung: Der Speichel von Fresssäcken wird inSekunden zu einer festen, klebrigen Masse, mit der sie Rivalen oder Fressfeindebehindern, an Ort und Stelle festnageln oder komplett bewegungsunfähig machen.Die einzige Möglichkeit, den Speichel zu entfernen, ist ihn mit Wasserabzuwaschen, da sich der Speichel im Kontakt mit anderen Flüssigkeiten auflöst.Er hinterlässt aber in Trinkwasser einen ekelhaften Geschmack. Damit könnenFresssäcken eine Trinkquelle für sich oder ihre Herde beanspruchen, da siediesen Geschmack nicht schmecken.
Als Lorenz merkt, dass Black noch kampffähig ist,versucht er zu fliegen, doch sein verklebter Flügel lässt sich nicht ausbreiten.Dies nützt Black für einen Frontalangriff aus. Lorenz rutscht einige Meterzurück, als Black einen Blitz auf ihn abfeuert. Lorenz wehrt den Angriff mitseinem anderen Flügel ab, doch durch die entstandene Rauchwolke verliert er Blackaus der Sicht. Als Lorenz aus der Rauchwolke heraustritt, sieht er Blacknirgends. In der Zeit, in der Lorenz keine Sicht hatte, ist Black über ihngesprungen und greift nun frontal von hinten an. Lorenz wird hart getroffen,doch dann greift er nach hinten, packt Black am Fell, schleudert ihn gegen denBoden und lässt eine Steinfaust auf ihn einschlagen. Dann nimmt Lorenz Abstandzu Black, als dieser sich wieder aufrichtet, doch Black kann sich kaum auf denBeinen halten, genauso wie Lorenz. Beide Kämpfer stehen sich gegenüber, bereitfür ihren letzten Angriff. Dann stürmen sie gleichzeitig aufeinander los undprallen Kopf an Kopf mitvoller Wucht aneinander. Es vergehen Sekunden, die sichwie Minuten anfühlen. Dann fallen beidebewusstlos zu Boden.
„Lorenz!“, ruft Mia.
Während Mia und Ludwig zu Lorenz laufen, läuft White zuBlack. Schnell behandelt Mia Lorenz‘ Verletzungen. Auch White, die überHeilfähigkeiten verfügt, behandelt Blacks Verletzungen.
„Ich werde euch etwas helfen“, sagt die Mutter und hilftden beiden. Lorenz und Black sind durch den Zusammenstoß immer noch bewusstlos.
„Wir bringen die beiden am besten zu ihren Schlafplätzen,damit sie sich erholen können.“, sagt die Mutter. Wären Mia Black zumFresssackstall trägt, trägt der Vater Lorenz zum Haus, als dieser wieder dasBewusstsein wiedererlangt.
„Du hast dich gut gegen Black geschlagen. Darauf kannstdu stolz sein“, sagt der Vater, „Der Kampf ging wirklich anders aus als dieletzten Kämpfe gegen Black. Doch weder Black noch du haben den Kampf gewonnen oderverloren.“ Lorenz lächelt.
„Ich hab‘ es geschafft. Ich hab‘ Black bezwungen.“, sagt er.
„Du solltest dich etwas ausruhen.“, sagt der Vater, „DeineWunden wurden zwar behandelt, doch muss sich dein Körper von dem Kampf erholen.Eine Mütze Schlaf sollte dir gut tun.“ Lorenz nickt.
„Wie geht es Black?“, fragt er.
„Nicht besser als dir. Ihm wird auch eine Mütze Schlafgut tun“, sagt der Vater und bringt Lorenz in seinem Zimmer. Ludwig begleitetderweil Mia. Als ein Wind aufkommt, bleibt Ludwig stehen. Er riecht einenmerkwürdigen Geruch durch den Wind aus der Richtung des Waldes. Er geht zumWaldrand um zu schauen, woher der Geruch kommt, doch kann er den Ursprung desGeruchs nicht mehr riechen. Diesen Geruch hat Ludwig noch nie hier gerochen und das macht ihn sehr nervös.
Lorenz liegt in seinem Bett und starrt in Gedanken dieDecke an. Wären Goby sein Schläfchen hält, denkt Lorenz nur an Black. Da LorenzBlack in einem Kampf bezwungen hat, fragt er sich, ob Black jetzt besser aufihn hören wird. Black respektiert nur seinen Vater, da nur er Blackzurechtweisen kann. Wären Lorenz so nachdenkt, erinnert er sich an dem Tag, andem alles anfing. Es begann vor etwa 2 Jahren. Lorenz und Mia waren bei derFresssackherde und beobachten die Fresssäcke. Ein junges Fresssbäckchen warbesonders anhänglich zu Mia. Es war White, da sie sich gut mit Mia verstand.Lorenz war es ein Rätsel, wieso White so anhänglich war. Lorenz versucht, sichWhite zu nähern, doch nimmt sie immer mehr Abstand zu ihm. Als Lorenz in dieHocke ging und ihr die Hand hinhält, traute sich White näher heran. Doch bevorWhite seine Hand berührte, bekam Lorenz einen kräftigen Stoß von hinten, flogüber White und Mia und landete wenige Meter hinter den beiden. Als Lorenz sichwieder aufgerichtet hatte, drehte er sich um. Es war Black, der ihm dem Stoßverpasst hatte.
„Black, was soll das?“, fragte Lorenz wütend.
Black schnaufte und scharte mit dem Hufen. Black hieltnicht nur Fresssäcke, sondern auch jedes andere männliche Wesen fern von White,wenn die sich ihr nähern wollten. Lorenz hatte die Nase gestrichen voll. JedesMal, wenn er sich White näherte um sich mit ihr anzufreunden, kam Black und stießihn weg.
„Na warte, Black. Dir zeige ich es jetzt!“, sagte Lorenzund rannte auf Black zu.
Black nahm Anlauf, rannte auf Lorenz und schleuderte ihnmit einem kräftigen Stoß weg.
„Lorenz!“, rief Mia und rannte zu Lorenz.
Lorenz war durch Blacks Angriff besiegt worden und daspasste ihm gar nicht.
„Na warte, Black.“, sagte Lorenz, „Irgendwann besieg ichdich. Verlass dich drauf.“
Black nahm dies nicht ernst und ging. Seit diesem Tagtrainiert Lorenz immer wieder, um stark genug zu werden um Black zu besiegen,doch ist er bisher jedes Mal besiegt worden. Bis er vor paar Wochenherausgefunden hat, wie man die Drachenform annimmt. Dafür hat er, damit Blacknichts davon mitbekommt, einen Trainingsplatz im Wald gefunden und dortheimlich trainiert. Und heute hat er es geschafft, Black zu bezwingen. Obwohlder Kampf unentschieden ausging, ist er trotzdem froh. Das Training hat sichwirklich ausgezahlt.
Es ist fast Nacht draußen, als die Mutter ins Zimmerkommt.
„Na, Lorenz? Wie geht es dir jetzt?“, fragt sie.
„Schon viel besser“, sagt Lorenz und steigt aus dem Bett.
„Das freut mich“, sagt die Mutter, „Sag mal Lorenz, nachdemdu es geschafft hast, Black zu besiegen… hast du dir schon überlegt, was du dirals neues Ziel nimmst?“
Lorenz hat darüber noch gar nicht nachgedacht und ihm aufAnhieb fällt nichts ein. Als er dann das Buch sieht, in dem Lorenz und Miagerne lesen, kommt ihm eine Idee.
„Ich hab‘s!“, sagt Lorenz und nimmt das Buch hoch, „Indiese Welt leben unzählige Wesen und Kreaturen, die man nur aus Büchern oderErzählungen kennt. So viele Lebewesen, von denen man nicht weiß, woher siekommen. Eines Tages, werde ich auf eine Reise gehen. Eine Reise, um dieseGeheimnisse zu lüften. Und wenn ich wieder zurückkomme, werde ich euch derenGeschichte erzählen.“
„Darauf freue ich mich jetzt schon“, sagt die Mutter. Plötzlichruft jemand von draußen.
„Lorenz! Lorenz! Komm‘ mal ans Fenster!“ Lorenz geht ansFenster und schaut hinaus. Es ist Mia, die da ruft.
„Was ist los?“ fragt Lorenz.
„Es geht um Ludwig. Er ist in den Wald gelaufen“, sagtMia.
„Was?!?“, ruft Lorenz und rennt schnell aus dem Haus zuMia.
„Was ist genau passiert?“, fragt er.
„Ich war auf dem Weg zum Fresssackstall, um nach Black zuschauen, als ich Ludwig mehrmals am Wald hin und her laufen sah und er dannplötzlich in den Wald lief. Das hat er noch nie gemacht“, sagt Mia besorgt.
„ Komm, wir gehen schnell zu Vater und sagen ihmBescheid.“, sagt Lorenz. Doch in diesem Moment kommt Ludwig aus dem Waldgelaufen. Mia fällt ein Krachlerstein vom Herzen.
„Ludwig, wo hast du…“, doch Lorenz erstarrt, als er sieht,was Ludwig im seinen Maul trägt. Es ist ein kleines WullyWuWulf, Welpe einesWuWulfs. Aber dieses hat ein lila Fell.
Lorenz und Mia sind sprachlos über das, was Ludwig mitgebrachthat. Der kleine WullyWuWulf ist total verängstigt und zittert wie Astaknydenlaub.Dieses Wesen hat ein lila Fell wie die Bestie, die im Buch beschrieben wurde,doch dieses WullyWuWulf kann es definitiv nicht sein. Mia sieht dann, dass derKleine an einem Bein eine Verletzung trägt. Langsam nimmt Mia das verletzteWesen behutsam in die Arme und murmelt einige Zaubersprüche. Die Verletzungverschwindet und der kleine WullyWuWulf fühlt sich in Mias Armen wohl. Als Mia ihnabsetzt, merkt er, dass seine Verletzung verschwunden ist. Der WullyWuWulfheult vor Freude. Da stimmt Ludwig mit ein und beide heulen eine Weilezusammen.
„Ludwig und Heuler haben sich angefreundet“, sagt Mia.
„Heuler?“, fragt Lorenz.
„So heißt jetzt der kleine WullyWuWulf. Fällt dir sonstein besserer Name ein?“, fragt Mia.
„Du kannst ihm doch nicht einfach einen Namen geben.“,sagt Lorenz.
„Das haben wir gleich“, sagt Mia und fragt den kleinenWullyWuWulf, „Ist es okay, wenn wir dich Heuler nennen?“ Der kleine WullyWuWulfspringt in Mias Arme und leckt ihr das Gesicht ab.
„Das nehme ich als ein Ja“, sagt Mia.
„Oh je“, sagt Lorenz, denn Mia gibt schnell jemandemeinen Spitznamen. Sie hat auch Black, White und Tufon ihre Namen gegeben. DieMutter kommt aus dem Haus und geht zu Lorenz und Mia. „Ist alles in Ordnung beieuch?“, fragt sie.
„Mama, guck mal, was Ludwig gefunden hat. Können wir esbehalten?“, fragt Mia.
„Mia, wir können ihn doch nicht…“, doch Lorenz wird durchLudwig unterbrochen, der plötzlich aufjault und beginnt, wild durch die Gegendzu rennen.
„Ludwig, was..,“, doch Lorenz sieht, wieso Ludwig sichplötzlich so verhält.
Ein zweiter WullyWuWulf, auch mit einem lila Fell, hatsich in den Schwanz von Ludwig verbissen und lässt nicht mehr los. Lorenz renntLudwig hinterher.
„Ludwig, bleib stehen!“, ruft er, doch Ludwig renntweiter vor lauter Schmerzen.
Erst als der Vater dazukommt, der Ludwigs Aufheulengehört hat und nachsehen wollte, was da los ist, konnten sie Ludwig von dembissigen WullyWuWulf befreien. Lorenz hält ihn am Schwanz gepackt vor sich undder Kleine beißt mehrmals nach Lorenz.
„Du bist aber ganz schön bissig“, sagt Lorenz. DerWullyWuWulf schaut ihn böse und knurrend an. „Vielleicht sind Heuler und BeißerGeschwister?“, sagt Mia.
„Beißer?“, fragt Lorenz und schaut den knurrenden WullyWuWulfan, „Na ja, der Name passt irgendwie zu dem hier.“ Beißer schaut Lorenz immernoch böse an.
Als sich die Lageetwas beruhigt hat, schaut sich Beißer Heuler genau an. Er scheint etwasverwirrt zu sein. „Du suchst sicher die Verletzung, die Heuler hatte, oder?“,sagt Mia zu Beißer, „Die hab' ich versorgt und geheilt.“
Beißer schaut nochverwirrter abwechselnd Heuler und Mia an. Scheinbar hat er noch nie jemandenwie Mia kennengelernt, die Wunden heilen kann. Die Mutter hat sich derweil umdie Bisswunde an Ludwigs Schwanz gekümmert, die seltsamerweise langsamerverheilt als normale Wunden. Der Vater ist etwas besorgt.
„Was hast du,Papa?“, fragt Mia.
„Wenn ich michnicht täusche sind die beiden, Heuler und Beißer, wie ihr sie nennt, nochJungtiere, die sich nicht selber versorgen können. Das bedeutet, dass dieEltern der beiden sich irgendwo im Wald aufhalten. Besonders besorgt bin ich,dass die beiden WullyWuWülfe ein lila Fell haben“, sagt er. Darüber hat Lorenzgar nicht nachgedacht.
„Bedeutet das etwa…dass die Bestie, die im Buch beschrieben ist… sich hier im Wald desMückenloch-Dickichts aufhält?“, fragt Lorenz.
„So wie ich dieSache sehe, ja. Doch das Schlimmste ist,“, sagt der Vater und schaut zumHimmel, „dass heute Abend Vollmond ist. Und nachdem was im eurem Buch steht,befürchte ich, dass wir dieser Kreatur heute Abend begegnen werden, doch istdie Sonne noch nicht untergegangen. Etwas Zeit haben wir noch.“
Lorenz und Miabekommen es mit der Angst zu tun. Die Bestie, die sie im ihrem Buch so fürchten,ist hier im Wald. Plötzlich hören alle einen lauten Radau aus der Richtung, woder Fresssackstall steht. Ludwig rennt instinktiv zum Fresssackstall, um nachden Fresssäcken zu sehen. Alle laufen Ludwig hinterher, wären Mia Heuler undBeißer trägt. Als alle ankommen, sind die Fresssäcke in hellen Aufruhr. Auchdie Moogars sind durch den Radau aufgewacht und rennen wild durch die Gegend.Lorenz hält Ausschau nach Black und White, doch sieht er sie nirgends. Dannertönt ein lauter Knall aus dem Fresssackstall. Als alle am Eingang des Stallsankommen, sehen sie, wie Black mit einer Kreatur kämpft, die White im Maulträgt. Lorenz und Mia erschaudern. Black kämpft mit einem WuWulf, der größerist als Ludwig. Und dieser hat ein lila Fell.


Endevon Kapitel 3
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Wow, ich hab noch nicht alles gelesen, aber damn, das ist viel. Da hat sich wer Mühe gegeben. Ich hab nur einen Kritikpunkt bisher: oft fehlen die Leerzeichen zwischen Wörtern.

Und die Infos zur Lore und den Klassen finde ich sehr ergänzend. Ich wusste nämlich noch nicht alles. :3

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Danke schön^^
Es freut mich das jemand meine Mühe schätzt und motiviert mich weiter zu machen.
Und was die Leerzeichen angeht muss ich mich mal drum kümmern. Aus irgendeinen Grund verschwinden immer Leerzeichen wenn ich ein Kapitel veröffentliche. Das passiert meistens bei großen inhalte wie meine Geschichte.

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Super Geschichte Danke smile

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